Eigene Wachsstrecke.

Eine gute Wachsqualität wirkt sich positiv auf die Entwicklung der Völker aus. Nicht ohne Grund zählt ein eigener Wachskreislauf, oder besser eine eigene Wachsstrecke, zu den wesentlichen Grundlagen einer ökologischen Imkerei und ist fester Bestandteil z.B. der Bioland-Richtlinien.

 

Wachs steht eigentlich im Überfluss zur Verfügung, denn der natürliche Bautrieb veranlasst die Bienen, ständig frisches Wachs zu produzieren. Der Imker muss es nur richtig nutzen.

 

Zargentürme
Zargentürme

Bei einer eigenen Wachsstrecke wird ausschließlich junges, unbelastetes Wachs aus den eigenen Bienenvölkern für die Herstellung neuer Mittelwände verwendet. Wachs aus älteren, bebrüteten Waben wird sukzessive aus den Völkern entnommen und z.B. zu Kerzen verarbeitet.

 

Damit wird nicht nur eine systematische Wabenhygiene erreicht, sondern auch verhindert, dass sich Umweltgifte im Wachs ansammeln oder z.B. mit Stearin oder Paraffin gestrecktes Wachs unbeabsichtigt in die Bienenvölker gelangt.

 

Über solche Wachsverfälschungen wird immer wieder in den Medien berichtet, was den Gartenimker dazu veranlasst, konsequent auf eine eigene Wachsstrecke umzustellen.

 

Um sämtliches Altwachs auszuschleusen, wurden im ersten Schritt alle Bienenvölker auf neue Rähmchen eingeschlagen, in denen die Bienen komplett neuen Wabenbau errichten. Das geht zulasten des Honigertrags, ist aber dennoch eine lohnende Investition. Die bebrüteten Waben wurden über ein Absperrgitter gesetzt, wo die Brut in den nächsten Wochen auslaufen (schlüpfen) wird. Danach werden alle alten Waben entnommen.

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