Das Jahr 2016.

Lernen.



Makrokosmos Honigbiene.

Wunderschöne Fotos der Apis Mellifera bei GEO.

 

Der Winter, der doch kein Winter ist, ist lang. Der Gartenimker sehnt sich nach dem Frühjahr. Er kann es kaum erwarten, dass die Pflanzenwelt und die Bienen aus ihrem Winterschlaf erwachen, dass es an den Bienenstöcken wieder summt und nach Nektar duftet.

 

Der Gartenimker wünscht allen Bienenfreunden ein honiges neues Jahr.

Foto: © Heidi und Hans-Jürgen Koch


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Der Klang des Reinigungsflugs.

Bei 12°C Außentemperatur und Sonnenschein machen die Bienen ihren Reinigungsflug und tragen intensiv Pollen ein. Der Gartenimker stellt erleichtert fest, dass alle seine Völker am Leben sind.

 

Das Summen vor den Bienenstöcken jetzt als Audio anhören.

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Low-cost Stockwaage.

Der Futterstand lässt sich in der Winterzeit ohne Öffnen der Kästen ermitteln, indem man mit einer Stockwaage das Gewicht ermittelt, und das Leergewicht der Beuten nebst einem Schätzwert für Wachs, Pollen und Bienen abzieht.

 

Mit derselben Methode kann während der Trachtzeit auch die Honigmenge ermittelt werden.

 

Hierfür gibt es High-Tech Stockwaagen für mehrere hundert Euro käuflich zu erwerben, die dauerhaft unter den Beuten montiert werden und die Daten automatisch über Mobilfunk auf einen Internetserver übertragen. Schnickschnack, den die Welt nicht braucht, denkt sich der Gartenimker.

 

Dieser hat sich deshalb eine einfache low-cost Stockwaage gebastelt: An der Vorrichtung, bei der eine senkrechte und eine waagrechte Holzleiste über ein Gelenk miteinander verbunden sind, ist eine Kofferwaage befestigt. Das Hebelverhältnis ermöglicht das Anheben jeweils einer Beutenseite, rückenschonend ohne großen Kraftaufwand, und gleichzeitig werden Messfehler durch ungewollte Bewegung minimiert.

Low-cost Stockwaage
Low-cost Stockwaage
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Der erste Honigwein.

Man nehme besten Honig und frisches Wasser, gebe etwas Hefe dazu, Nährsalz und etwas Säure, verrühre das Ganze, und fertig ist der Ansatz für Honigwein. In ein Fass gefüllt und mit einem Gärspund luftdicht verschlossen verbringe man den Metansatz an einen nicht zu kühlen Ort, und warte alsdann geduldig, auf dass die Hefe die Honigsüße in Alkohol verwandelt.

So erstmals geschehen gestern in des Gartenimkers Küche. Dem Blubbern im Gärspund nach zu urteilen, ist die Gärung schon in vollem Gang, und wird einige Wochen dauern.

 

Für den Gartenimker ist dieser erste selbst angesetzte Met ein Experiment.

 

Der Most schmeckt übrigens schon jetzt köstlich :-)

Heilbronner Gartenhonig
Heilbronner Gartenhonig

Metansatz im Gärfass mit Riesen-Rührlöffel
Metansatz im Gärfass mit Riesen-Rührlöffel
Fass mit Gärspund
Fass mit Gärspund

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Mittelwände einlöten.

 

Letzte Vorbereitungen für die Bienensaison: Die im Herbst ausgeschmolzenen Rähmchen werden zuerst mechanisch gesäubert und dann in Natronlauge gewaschen. Die Drähte werden nachgespannt und neue Mittelwände aus reinem Bienenwachs in die Rähmchen eingelötet, indem die Drähte kurz mit elektrischem Strom erhitzt werden.

 

Wenn es nach dem Gartenimker ginge, dann dürfte es nun so langsam losgehen. Muss nur noch das Wetter mitspielen…

 

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Nektarduft.

Anfang April die Frühjahrsdurchsicht gemacht. Leider waren zwei Völker ohne Königin, und ein Volk ist sehr schwach. Nach Vereinigung sollen diese Schwächlinge noch eine Chance bekommen.

 

Futterwaben und alte Waben wurden aus allen Kästen entnommen und es wurden Bruträume mit neuen Mittelwänden untergesetzt. 10 Tage später sind einige der Drohnenrahmen schon gut ausgebaut, und es riecht nach frischem Nektar.

 

Mitte April steht die Kirsche in Vollblüte, leider können die Bienen die Frühtracht wegen des schlechten Wetters kaum nutzen.

 

Feuerwanzen tanken die seltenen Sonnenstrahlen.

 

Beuten
Beuten
Drohnenrahmen
Drohnenrahmen
Feuerwanzen
Feuerwanzen

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Prototyp einer Honigweinflasche.

Honigwein
Honigwein

Der junge Honigwein wurde heute aus dem Gärfass in Glasballons abgefüllt – und in eine erste Flasche mit dem vorläufig endgültigen Etikett und Verschluss.

 

Es präsentiert sich: Des Gartenimkers Honigwein – Met aus Heilbronner Gartenhonig.

 

Des Gartenimkers Gäste dürfen sich auf einen leckeren Sommertrunk freuen :-)

 

Bis es soweit ist, reift der Met noch einige Zeit im kühlen Keller und wird sich hoffentlich noch weiter klären.

 

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Schwarmnotruf aus Grantschen.

Der Gartenimker wurde in den Teilort von Weinsberg gerufen, um einen Schwarm aus einem Wohngebiet zu bergen. Dieser hing in einem Garten an einem kleinen Bäumchen bequem in Pflückhöhe. Eingesprüht mit Wasser, wurde er in einen Eimer geschüttelt, in eine neue Kiste mit Mittelwänden einlogiert, und am frühen Abend nach Heilbronn gebracht.

 

Das perfekte Geschenk zum Vatertag.

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Das Wunder des Hexagons oder Kleine Wabenkunde.

Besuch einer Schulklasse beim Gartenimker, verbunden mit einer "Hausarbeit" der Klassenlehrerin, genauer gesagt einem Erklärvideo, mit der deren Medienkompetenz nachzuweisen ist.

 

Hier das "Drehbuch" zu dem Video:

 

Das Sechseck als geometrische Grundstruktur.

Hexagon
Hexagon

Der Begriff „Hexagon“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Sechseck“. In jedem Bienenstock befinden sich viele tausend Sechsecke aus Wachs, die Waben. Das Wachs der Waben produzieren die Bienen mit den Wachsdrüsen ihres Körpers.

 

Warum bauen Bienen ihre Waben ausgerechnet aus Sechsecken auf, und nicht aus Vierecken, Dreiecken oder aus Kreisen? Der Grund dafür ist, dass die sechseckige Form der Wände ein optimales Verhältnis von Wandmaterial zu Volumen ergibt und hohe Stabilität bietet. Das bedeutet, dass die Bienen nur sehr wenig Wachs brauchen, um große Mengen Honig in stabilen Waben zu lagern.

 

Die sechseckigen Zellen in der Wabe haben aber noch viel mehr Aufgaben als nur Honig zu lagern. Sie dienen zur Aufzucht von Larven und zur Lagerung des Futters - Honig und Pollen.

 

Bienen bauen Waben.

Wabenbau in einem Drohnenrahmen
Wabenbau in einem Drohnenrahmen

Wenn der Imker leere Holzrähmchen in den Bienenstock hängt, dann bauen die Bienen darin selbständig ihre Waben auf.

 

Je nachdem, ob im Volk weibliche Arbeiterinnen oder männliche Drohnen benötigt werden, legen die Bienen kleinere oder größere Zellen an.

 

Für das auf dem Bild gezeigte Werk haben die Bienen nur wenige Tage gebraucht. Wer genau hinsieht, kann in den Zellen Eier entdecken.

 

Wildbau
Wildbau

Bienen müssen Waben bauen, sie folgen ihrem Bautrieb. Wenn sie nicht genug Platz im Stock finden, um Waben zu bauen, dann errichten sie neue Waben an den unmöglichsten Stellen und in vielfältigen Formen. Das kann man auf diesem Bild sehen.

 

Die saubere, gerade und rechtwinklige Anordnung der Waben ist keine Erfindung der Bienen, sondern des Menschen. Damit erleichtert sich der Imker die Arbeit an den Bienenstöcken: Waben ein- und Aushängen, ersetzen und schließlich den Honig ernten: Das funktioniert nur, wenn jede Wabe sauber in einem Rähmchen hängt, und die Rähmchen nicht von den Bienen miteinander verbaut wurden.

 

Rähmchen mit Mittelwand
Rähmchen mit Mittelwand

Das ist der Grund, warum der Imker den Bienen eine Bauvorlage mitgibt: Ein Rähmchen mit einer dünnen Platte aus Bienenwachs, auf der die Struktur von Zellen aufgeprägt ist. Diese Wachsplatte wird als Mittelwand bezeichnet. Sie wird von vier dünnen Drähten gehalten, die kurz heiß gemacht werden und sich so in das Wachs der Mittelwand hinein schmelzen. Dieses sog. „Mittelwände einlöten“ erfolgt meistens im Winter, wenn die Bienenvölker ruhen und der Imker nichts bei den Stöcken zu tun hat.

Teilweise ausgebaute Mittelwand
Teilweise ausgebaute Mittelwand

Auf dieser Vorlage ziehen die Bienen dann im Frühjahr die Zellwände so hoch, dass auf beiden Seiten eine ausgewachsene Larve Platz hat. So bauen sie die Wabe in kurzer Zeit vollständig aus.

Brutwaben.

Brutwabe
Brutwabe

Hier sehen wir eine Wabe, die fast vollständig mit verdeckelter Arbeiterinnenbrut gefüllt ist.

 

Nachdem Arbeiterinnen das Innere der Zellen sauber geputzt haben, legt die Königin ein winziges Ei in die Mitte des Zellenbodens. Der Imker bezeichnet diese Eier auch als Stifte. Aus der Eizelle entwickelt sich der Embryo. Aus diesem entsteht die Larve der Biene. Die Larve wird auch Rundmade genannt. Sie wird von den Ammenbienen mit Futtersaft, einer Mischung aus Nektar und Pollen, gefüttert.

Stifte, Maden, verdeckelte Brut
Stifte, Maden, verdeckelte Brut

Dann wird die Rundmade zur Streckmade und die Arbeiterinnen verdeckeln die Brutzelle. In der geschlossenen Brutzelle macht sie einen Formenwandel durch, der „Metamorphose“ genannt wird. Dabei wird die Puppe zur erwachsenen Biene. Sie wirft ihre Puppenhaut ab, öffnet den Deckel und schlüpft aus der Brutzelle.

 

Daraufhin wird die Zelle von Putzbienen gesäubert, und die Königin kann das nächste Ei hineinlegen.

Brutwabe mit Königin
Brutwabe mit Königin

Auf diesem Bild könnt Ihr die Bienenkönigin sehen. Sie ist nicht ganz leicht zu finden: Sie ist etwas größer als ihre Schwestern, hat einen längeren und dickeren Hinterleib und ist auch etwas dunkler. Manche Imker markieren sie mit einem bunten Farbklecks auf der Schulter, um sie leichter zu finden.

 

Die Königin auf diesem Bild heißt übrigens Regina, das ist lateinisch und heißt „Königin“.

Nachschaffungszelle
Nachschaffungszelle

Die Bienenkönigin, auch „Weisel“ genannt, wächst in einer speziellen Zelle heran: Die Weiselzelle ist viel größer als die anderen Brutzellen. Sie ist nicht waagrecht orientiert, sondern hängt senkrecht an der Wabe. Theoretisch kann aus jeder befruchteten Eizelle, aus der eigentlich eine Arbeiterin entsteht, eine Königin werden. Ob aus dem weiblichen Ei eine Arbeiterin oder eine Königin entsteht, entscheiden allein die Bienen. Wenn eine Königin heranwachsen soll, dann wird die Larve mit besonders viel Futtersaft, dem Gelée Royal, gefüttert. Und die Larve bekommt besonders viel Platz in ihrer königlichen Zelle.

Pollenwaben.

Pollenwabe (Foto © 2013 by Helmut Hassfurther)
Pollenwabe (Foto © 2013 by Helmut Hassfurther)

Bienen brauchen ähnlich wie wir Menschen Kohlenhydrate und Eiweiß als Nahrung und zur Aufzucht der Brut.

 

Das Eiweiß sammeln die Bienen in Form von Pollen, das ist zusammengeklebter Blütenstaub, den sie an ihren Hinterbeinen als „Pollenhöschen“ in den Stock bringen. Sie stampfen den Pollen dann in die Zellen, wo er in den verschiedensten Farben leuchtet. Dann überziehen sie ihn mit einer dünnen Honigschicht, um ihn luftdicht zu lagern.

Honigwaben.

Ausgezogene Zellen auf Honigwabe
Ausgezogene Zellen auf Honigwabe

Kommen wir jetzt zum leckersten Kapitel: Zu den Honigwaben :-)

 

Wenn die Zellen ausgebaut sind, dann werden sie von den Bienen mit Nektar gefüllt. Sie sammeln den Nektar von Blüten.

 

Der Nektar besteht zunächst aus viel Wasser und wenig Zucker. Die Bienen entziehen dem Nektar nach und nach das Wasser, so dass er mit der Zeit immer dickflüssiger wird. Am Ende besteht er aus viel Zucker und nur noch zu weniger als 18% aus Wasser.

Honigzellen kurz vor der Verdeckelung
Honigzellen kurz vor der Verdeckelung

Wenn die Zellen voll sind und der Honig reif ist, dann verschließen die Bienen die Honigzellen mit einem dünnen Wachsdeckel. So ist Honig viele Jahre lang haltbar.

Voll verdeckelte, erntereife Honigwabe
Voll verdeckelte, erntereife Honigwabe

Wenn die Waben vollständig verdeckelt sind, kann der Imker den Honig ernten. Eine volle Honigwabe enthält etwa 2 bis 3 Kilogramm Honig.

Honigernte.

Honigwabe auf dem Entdeckelungstisch
Honigwabe auf dem Entdeckelungstisch

Mit einer Entdeckelungsgabel werden die Wachsdeckelchen entfernt, dann werden die Waben in einer Honigschleuder ausgeschleudert.

Frisch geschleuderter Honig
Frisch geschleuderter Honig

Der Honig fließt durch ein Sieb, um ihn von Wachsteilchen zu reinigen. Danach wird er in Gläser abgefüllt.

 

Die Bienen bekommen als Ersatz für den geernteten Honig Zuckersirup.

 

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Schwarmkönigin gezeichnet.

Bienenkönigin
Bienenkönigin

Das am 10. Mai eingefangene Schwarmvolk entwickelt sich prächtig. Die Königin hat 7 Waben voll Eier gelegt, die ersten Nachkommen schlüpfen bereits.

 

Die Königin wurde mit einem weißen Punkt (Jahresfarbe für 2016) gezeichnet.

 

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Honigbär beim Naschen ertappt.

Heute wurde die erste Ernte des Jahres eingebracht. Super lecker!

 

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Ein komisches Jahr, dieses 2016.

Fast vier Wochen nach der Sommersonnwende ist es an der Zeit, eine erste vorsichtige Bilanz zu ziehen:

Die Frühtrachternte war nach einer weitgehend verregneten Obstblüte höchstens mittelmäßig, danach erfolgte über mehrere Wochen überhaupt kein Honigeintrag, so dass die Völker kurz vor dem Verhungern waren. Dann trugen die Bienen ab Mitte Juni doch noch etwas Lindenblütennektar ein. Blatthonig dieses Jahr wegen des vielen Regens Fehlanzeige. Inzwischen ist die Haupttracht zu Ende und die Honigvorräte der Völker nehmen schon wieder ab – höchste Zeit abzuernten.

 

Vier Völker haben sich „den Umständen entsprechend“ gut entwickelt. Ein Kümmerling kam im Frühjahr nicht aus dem Knick, bekam aber eine Chance und wuchs dann doch noch zu beachtlicher Stärke heran. Ein Schwarm wurde eingefangen, dessen Entwicklung Grund zur Freude gibt.

 

Es wurden zwei Ableger gebildet, die leider beraubt wurden, da sie zu nahe an den Wirtschaftsvölkern aufgestellt wurden (Imkerfehler), und beide aufs erste Mal keine begattete Königin nachschaffen konnten. In eine andere Ecke des Gartens umgezogen, ist einer davon nun im zweiten Anlauf auf einem guten Weg mit legender Königin. Bei dem zweiten muss die Prinzessin erst noch schlüpfen.

 

Besuch einer 6. Schulklasse des Bildungszentrums St. Kilian, Heilbronn
Besuch einer 6. Schulklasse des Bildungszentrums St. Kilian, Heilbronn

Das älteste der Völker hat noch eine 2013er Königin, die langsam in die Jahre kommt, weshalb die Bienen dieses Volkes dringend nachschaffen wollen. Diese Königin hat der Gartenimker in den Honigraum über dem Absperrgitter gesperrt, wo sie ihr Gnadenbrot bekommt, während im Brutraum eine neue Prinzessin heranwächst.

 

Am 10. Mai, dem Geburtstag der Bienenkönigin, bekam der Gartenimker alias Bienenkönig Besuch von einer Schulklasse, machte eine komplette Völkerduchsicht zusammen mit einer besonders interessierten Schülerin, und durfte einer potentiellen Neuimkerin aus der Nachbarschaft einige Nachmittage lang Einblicke in die Arbeit mit den Bienen und die Honigernte gewähren.

 

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Die Ernte 2016 ist eingebracht.

Der Sommerhonig ist geschleudert und frisch in Gläser abgefüllt! Nun gibt es wieder leckeren, frischen Honig in zwei Sorten: Heller, milder Frühjahrsblütenhonig und etwas dunklerer, würzig aromatischer Sommerblütenhonig mit Linde ist in ausreichender Menge verfügbar.

 

 

Es sind Gläser zu 500g oder 250g erhältlich, sowie Probiergläschen mit 50g.

 

 

Auch geringe Restbestände 2015er Honig sind noch am Lager.

 

 

Bei den Bienen haben die Wintervorbereitungen schon begonnen.

 

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Chapeau!

Unterhaltsamer und sehr informativer Beitrag im hr Fernsehen mit Victor Hernández alias Kasseler Stadthonig, einem Imkerkollegen, der eine Stadtimkerei mit viel Herzblut als Hobby betreibt.

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Ameisensäure gegen die Varroamilbe.

Bienenbärte
Bienenbärte

Die Bienenvölker wurden erstmals in diesem Jahr mit Ameisensäure behandelt. Viele Bienen entfliehen dem ätzenden Klima, indem sie sich in Form von „Bienenbärten“ außen an den Kisten versammeln.

 

Bodenschieber ("Windel") mit Totenfall der Varroamilbe
Bodenschieber ("Windel") mit Totenfall der Varroamilbe

Die schätzungsweise toten 1000 Milben (zu erkennen als ovale dunkle Punkte) auf einer der „Windeln“, die innerhalb von 2 Tagen gefallen sind, zeigen aber, dass die Behandlung erfolgreich war.

 

 

Nach dieser Behandlung beginnt die Fütterung auf Einwinterungsgewicht.

 

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3 Jahre Gartenimkern.

Heute vor genau 3 Jahren, am 18 August 2013, sind des Gartenimkers Bienen eingezogen.

Ein Grund zur Freude :-)

 

 

Und für den Gartenimker ein Anlass, auf eine erlebnis- und lehrreiche Zeit mit Versuch und Irrtum zurückzublicken, in der er sich immer wieder selbst die Frage stellt: „Hältst Du noch Bienen, oder imkerst Du schon?“

 

 

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Neu auf dem Wochenmarkt.

Heilbronner Gartenhonig gibt es jetzt auch auf dem Wochenmarkt am Marktstand von Söhner Gemüse + Obst. Erhältlich jeden Samstag von 8.00 – 13.00Uhr am Marktstand beim "Getränkezentrum Trefz" in der Weinsberger Straße / Ecke Oststraße. So lange der Vorrat reicht.

 

Heilbronner Gartenhonig ist eine stimmige Ergänzung zum Angebot an lokal angebautem Obst und Gemüse, findet der Gartenimker. Zumal die Obsternte über die Bestäubung der Blüten untrennbar mit der Honigbiene verbunden ist.

 


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Der Winter kann kommen.

Die Bienenvölker sind schon seit einigen Wochen fertig eingefüttert.

 

 

 

Bei den beiden Ablegern fanden sich nun doch noch viele Varroamilben auf Bodenschiebern, eine Folge der im Spätsommer zugunsten des dringend erforderlichen Volkswachstums nicht durchgeführten Ameisensäurebehandlung.

 

 

Inzwischen sind diese Völker brutlos, was eine wichtige Voraussetzung für die Wirkung einer Behandlung mit 15%iger Milchsäure ist. So erhielten sie gestern noch eine entsprechende Notbehandlung. Bereits wenige Stunden nach dem Besprühen der Bienen auf den Waben zeigte sich die Wirkung anhand der hohen Anzahl toter Milben auf den Windeln.

 

 

Der Gartenimker hofft, dass die Winterbienen nicht zu stark von diesen Parasiten geschwächt wurden und die beiden Völker gut über den Winter kommen.

 

 

Nun kann der Winter kommen, für den Imker gibt es nichts mehr zu tun. Jetzt heißt es wieder: Imker, setz dich auf deine Hände!

 

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Oxalsäure.

Bei +1°C wurden des Gartenimkers Bienen heute mit einer warmen Mischung aus Oxalsäure, Wasser und Zucker beträufelt. Damit soll auch den letzten Varroamilben der Garaus gemacht werden.

 

 

Die Bienen sind aufgrund des Frosts im November sicher aus der Brut, so dass sich die Milben nun nicht mehr in den Brutzellen verstecken können, sondern auf den Bienen sitzen wo sie mit der Säure wirkungsvoll bekämpft werden können.

 

 

Oxalsäurelösung wird mit einer Spritze aufgezogen
Oxalsäurelösung wird mit einer Spritze aufgezogen
Oxalsäurelösung wird mit einer Spritze in die Wabengassen geträufelt
Oxalsäurelösung wird mit einer Spritze in die Wabengassen geträufelt

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Mittelwände selber gießen.

Wenn man nicht sicher sein kann, welche synthetischen Stoffe gekauften Mittelwänden hinzugefügt werden, ist die Herstellung von Mittelwänden aus eigenem Wachs eine Alternative.

 

Mit einer geliehenen Mittelwandgießform stellte der Gartenimker heute in seiner zweckentfremdeten Waschküche 170 dieser Wachplatten her. Inklusive Saubermachen ein respektables und ausfüllendes Tagwerk.

 

Was tut man nicht alles… :-)

 

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Ambrosius - Tag des Honigs.

Ambrosius von Mailand, Mosaik in Sant’Ambrogio in Mailand (Quelle: Wikipedia)
Ambrosius von Mailand, Mosaik in Sant’Ambrogio in Mailand (Quelle: Wikipedia)

Heute am 07.12. ist der Namenstag des Hl. Ambrosius (*um 340 in Trier †397 in Mailand), Bischof von Mailand, Schutzpatron der Bienen, der Imker und des Lernens.

 

Die Verehrung des Heiligen als Schutzpatron der Imker erklärt sich aus einer Überlieferung, der zufolge sich in der Kindheit des Heiligen ein Bienenschwarm auf seinem Gesicht niedergelassen haben soll. Die Bienen seien in den Mund des Kindes gekrochen und hätten es mit Honig genährt. Dies wurde als Zeichen Gottes und als ein Hinweis auf eine große Zukunft des Kindes gedeutet.

 

Bienen werden wegen ihres seit jeher wertvollen Honigs und wegen des Wachses, des über Jahrhunderte einzigen Materials für die Kerzenherstellung, im Gesang des Exsultet (Osterlob der Lichtfeier am Beginn der Osternacht) geehrt und gelten sowohl als Christussymbol wie als Symbol der geweihten Jungfrauen und des Fleißes.

 

In Österreich ist der 7. Dezember wegen des Gedenktags des Heiligen auch Tag des Honigs.

 

Der Gartenimker und dessen Familie denken am 7. Dezember an den Tod eines lieben Angehörigen, der sich den Bienen sehr nahe fühlte und sein Leben lang lernte.

 

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