Das Jahr 2020.

Bienen verstehen und Betriebsweise optimieren



2019  
   

Lindenblüte.

Am 21. Juni war Sommersonnwende. Die Tage werden wieder kürzer. Die Linden in der Stadt stehen in Vollblüte, die Bienen sammeln fleißig Nektar.

 

Nur noch wenige Tage, dann ist die Blühsaison 2020 vorbei.

 

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Schwarm Nr. 3.

Dieser Bienenschwarm in der Heilbronner Oststadt erforderte eine Leiter und etwas Akrobatik beim Bergen, und brachte dem Gartenimker eine ganze Reihe Stiche, vor allem am Kopf, ein. Netterweise haben die Bienen in beide Ohrläppchen gestochen, so dass die Schwellung jetzt wenigstens symmetrisch ist, und man meinen könnte „des g’hört so“.

 

Der Gartenimker lernt: Nicht immer sind Schwärme friedlich. Nächstes mal wird wohl zumindest ein Schleierhut getragen.

 

Und wie wenn er’s geahnt hätte, fegte er vormittags noch ein drohnenbrütiges Volk ab, so dass für den Neuzugang „just in time“ zufällig eine Kiste frei geworden ist. Dort hinein wurde der Schwarm direkt vor Ort einlogiert.

 

Am Abend war dann bei einem wohlverdienten kühlen Bierchen Füße hochlegen angesagt. Das Werk betrachtend und die Völker im Garten zählend und auf 13 kommend, denkt sich der Gartenimker, dass das so nicht weitergehen kann.

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Schwarm Nr. 2.

Bienenschwarm im Campuspark nahe dem BUGA Gelände: Direkt neben einem Spielplatz lag vergangenen Sonntag ein Bienenschwarm auf dem Boden, nachdem der Zweig, an dem er sich in luftiger Höhe niedergelassen hatte, brach. 

 

Nachdem ein Teil der Bienen mitsamt der Königin im Eimer war, folgten die anderen Bienen in einer beeindruckenden Karawane in den Eimer. Den Letzten wiesen die sterzelnden Arbeiterinnen den Weg in die provisorische „Kiste“.

 

Zu Hause angekommen, bekam der Schwarm eine „richtige“ Bienenkiste, ausgestattet mit Holzrähmchen für den Bau frischer Waben.

 

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Flugverkehr bei Volltracht.

Das Geschehen am Flugloch – vor ein paar Tagen eingefangen in Zeitlupe – ist beeindruckend:

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Honig sammeln als gäbe es kein Morgen.

Die Frühtracht ist vorbei, so dass die Bienen während der letzten Tage nur wenig Nektar eintragen konnten.

 

Allerdings hat sich auf den Blättern mancher Lindenbäume in der Nachbarschaft eine klebrige Schicht aus Honigtau gebildet, den die Bienen jedoch aufgrund der extrem trockenen Witterung nicht aufnehmen konnten.

 

Nachdem es nachts etwas geregnet hat, konnten die Bienen gestern endlich den verdünnten Honigtau von den Blättern sammeln.

 

Das ist sehr schön am Gewichtsverlauf der Stockwaage zu sehen, auf der ein nur mittelstarkes Volk steht:

 

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Impressionen von der Arbeit des Gartenimkers mit den Bienen.

Imkern ist so ähnlich wie Angeln: Beim Hobbyimkern darf man alleine sein und muss nichts Vernünftiges machen. Darf aber tüfteln, bauen, Maschinen erfinden, sich mit der Unberechenbarkeit lebender Wesen herumschlagen und muss immer mal raus.

 

Es ist mentales Füße hochlegen mit dem Flair unaufschiebbarer Arbeiten. Ein mit hoher Reputation versehener Grund, sich dem alltäglichen Trott der ewigen Verfügbarkeit zu entziehen. In anderen Zusammenhängen nennt sich das Lebensqualität, oder "work-life-balance".

 

Unbezahlbar sind die schönen Momente am Bienenstand und die Emotionen beim Abfüllen des eigenen Honigs in Gläser.

 

Und spätestens mit 70 Jahren hat man dann eine gute Möglichkeit, eine eventuell auftretende Kauzigkeit auf das jahrelange Imkern zu schieben.

 

Der Rest der Familie genießt übrigens auch die Besonderheit, es werden Bestellungen überbracht, Kinder kommen zum Gucken, Schleudergehilfen stehen Schlange. Dem Honig beim Rauslaufen zugucken wird als entspannendes Meditations-Element geschätzt: Imkern ist das neue Yoga.

 

Und überhaupt: Wie kurz ist denn so ein Leben.

 

Schöner und treffender kann man es nicht sagen.

 

Gedanken inspiriert von Beiträgen im Imkerforum

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Erste Honigernte 2020.

Die Heilbronner Bienen waren fleißig. Heute den köstlichen Frühlingshonig geerntet – und dabei keinen einzigen Stich kassiert J

 

 

In wenigen Tagen wird der neue Honig in Gläser abgefüllt.

 

Vorbestellungen nimmt der Gartenimker gerne entgegen.

 

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Schwarmnotruf aus Unterheinriet.

Heute einen stattlichen Schwarm geerntet. Wegen des kühlen Regenwetters kein Flugbetrieb, die Bienen hingen ganz ruhig in der Hecke. Super zahme Bienen, sodass der Gartenimker mit der bloßen Hand in die Schwarmtraube greifen konnte ohne gestochen zu werden.

 

In die Schwarmfangkiste geschüttet, ging von den Bienen während der Heimfahrt ein lautes Summen aus. Außerdem ein intensiver Geruch, der an einen nassen Hund erinnert. Und eine bemerkenswerte Wärme – geschätzt 35°C.

 

Zu Hause, nach kurzer Zeit, hängte sich der Schwarm an den Deckel des Kastens, und beruhigte sich. Nach einem Tag in der Garage darf er morgen in seine neue Kiste im Garten einziehen.

 

Einfach mal tagsüber spontan einen Schwarm ernten zu können, das ist ein weiterer Vorteil von HomeOffice.

 

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Wabenhonig.

Die Bienen sind fleißig und füllen die Zellen mit Nektar – beim Waagvolk rund 1 Kilogramm pro Tag. Auch einige Kassetten Wabenhonig entstehen in diesen Tagen in der Fertigungslinie ;-)

 

 

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Erster Nektareintrag.

Die Honigräume sind seit drei Wochen auf den Völkern. In dieser Woche begann die Kirsch- und Apfelblüte.

 

Die Stockwaage zeigt nun wieder tägliche Gewichtszuwächse, schön zu sehen in den Diagrammen. Es ist immer wieder faszinierend, wie schnell es nach dem Winter losgeht und die Natur explodiert.

 

Besonders interessant sind auch die Temperaturverläufe: Seit dem 21. März, dem Datum der Tag- und Nachtgleiche, wird die Temperatur im Brutraum von den Bienen bei exakt 35°C gehalten (gelbe Kurve), mit einer Abweichung vom maximal ±0,5°C.

 

Das gelingt den Bienen unabhängig von den Außentemperaturen (blaue Kurve). Die Temperatur im Honigraum (rote Kurve) folgt der Außentemperatur auf einem höheren Niveau, fällt jedoch nachts noch empfindlich ab, da das Volk noch stark wächst und momentan noch nicht genug Bienen da sind um Brut- und Honigraum gleichzeitig zu heizen. Das Heizen des Brutraums ist für das Volk überlebenswichtig und hat deshalb eine höhere Priorität als das Heizen des Honigraums. Im Sommer wird der Honigraum auf 31°C bis 36°C temperiert.

 

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Frühlingsgrüße.

Impressionen aus dem Garten, wo einen der intensive Duft von Blüten und frischem Nektar umgibt.

 

 

Entspannung pur nach einem Home-Office Tag im Keller.

 

 

Erkenntnis: Für Bienen gibt es keine Corona-Krise.

 

 

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Der Tod der Bienen erklärt - Parasiten, Gift und Menschen.

Kurzgesagt - In a Nutshell.

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Globalisierung.

Durch die zahlreichen internationalen Kontakte im Rahmen des Gartenimkers Berufstätigkeit gibt es inzwischen zahlreiche Leser aus vielen Ländern rund um den Globus. Deshalb stellen wir für unsere geschätzten internationalen Follower auf unserer Homepage die Informationen, inklusive unseren Blog, nun auch in englischer Sprache zur Verfügung.

 

 

Wählen Sie rechts oben im Menü Ihre bevorzugte Sprache.

 

 

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Blütenpracht auf den Kanarischen Inseln.

Eine Möglichkeit, die imkerlichen Entzugserscheinungen im Vorfrühling abzumildern ist es, dorthin zu reisen, wo es wärmer ist: Auf Gran Canaria, genauer gesagt im Botanischen Garten der Hauptstadt Las Palmas, durfte der Gartenimker vor wenigen Tagen diese wunderbaren Pflanzen inklusive vieler sammelnden Bienen bewundern.

 

Er kann es kaum erwarten, dass das große Blühen auch in unseren Breitengraden beginnt.

 

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